Chaiselongues - eine lange Geschichte
Die Bezeichnung „recamiere“ soll auf die französische Schriftstellerin Julie Récamiére zurückgehen, die von 1777 bis 1849 lebte. Manchmal wird auch die Bezeichnung „Ottomane“ benutzt. Sie geht auf das Osmanische (Ottomanische, türkische) Reich zurück. Es ist geschichtlich circa 1299 bis 1923 einzuordnen. Ottoman ist ein Stoff, der damals hauptsächlich für dieses Möbelstück verwandt worden ist. Dieser damals verwandte Stoff hatte viele starke Querrippen. Er bestand aus Schussfäden aus verschiedenen Fasern. Auch üblich ist der Begriff „Chaiselongues“, aus dem französichem „chaise longue“. Das heißt soviel wie langer Stuhl. Die Bezeichnung Chaiselongues stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wurde aber auch schon im 17. Jahrhundert ähnlich verwandt. An diesem Begriff kann man erkennen, woraus die Recamiere bzw. Ottomane sich entwickelte. Sie stammt nicht von einer Bank oder einem Bett ab, wie die Couch. Sie war für eine Person konzipiert und eben ein langer Stuhl. Der Chaiselongues ist ein Möbelstück, dass dem Sofa eigentlich ähnelt. Es hat nur kein Rückenteil. Stattdessen eine Lehne an einem oder beiden Ende und manchmal noch ein Seitenteil. Die Größe kommt einem Sofa gleich. Ein Chaiselongues ist aber auch als „Minisofa“ erhältlich und kann so schmuckvoll in kleineren Ecken das Wohnambiente steigern.
Chaiselongues, Ottomane und Recamiere: historischer Prunk ?
Schon in früheren Jahrhunderten diente dieses grazile Stück dem edlen Wohnen. Es galt allerdings als Luxus, eine Recamiere bzw. Chaiselongues bzw. Ottomane zu besitzen. Wir alle haben das Bild eines schwergewichtigen Römers vor Augen, der auf einer Recamiere liegt. Umgeben von schönen Frauen lässt er sich Luft zufächern und Speisen reichen. Genussvoll wirft er den Kopf in den Nacken und lässt mehrere Weintrauben in seinem Mund verschwinden, bevor er sich der Wildschweinkeule zuwendet. Eine Recamiere bzw. Chaiselongues bzw. Ottomane hat je nach Stoffbezug und Verarbeitung etwas majestätisches. Reich verzierte Zargenrahmen, Holzfüße, geschwungene Formen mit volutenförmiger Seitenlehne und das Ganze noch vergoldet. So erscheint die Recamiere wie ein königliches Sofa. Dieses Wohnambiente ist heute kein Luxus mehr. Schon zu extrem günstigen Preisen können Sie einen extravaganten Blickfang in Ihren vier Wänden plazieren.
Französischer Stil des 18. Jahr-hunderts
Noch heute werden auf Kundenwunsch nach historischer Vorlage Reproduktionen von Chaiselongues im französischen Stil des 18. Jahrhunderts angefertigt. Ob Rokoko-Stil, Biedermeier-Stil, eine im Antiklook patinierte Oberfläche oder ein Liegesofa mit Gobelinstoff Replikat. In jedem Fall ist das Recamiere ein Stück Lebensgefühl.
Variantenreiche Chaiselongues
Für jung und alt, traumhaft stilvolles Möbiliar von nostalgischem bis antikem Design mit hochaktuellen Stoffbezügen oder aus Echtleder. Sie wählen Romantik mit aktuellem Bezug in doppelter Hinsicht. Der Bezug kann aus Leder, Kunstleder oder allen erdenklichen Stoffvarianten sein. Der Bezug kann z.B. aus durchgefärbtem Dickleder mit einer Stärke von 1,5 bis 2 mm bestehen. Das wirkt bei perfekter Verarbeitung sehr edel. Eine zudem strukturierte Oberfläche verleiht der Recamiere bzw. dem Chaiselongues einen hochwertigen Ausdruck. Das Gestell ist z.B. aus Holz oder Rattan. Der Bezug der Recamiere kann mit Metallknöpfen verarbeitet werden. Diese runden das Erscheinungsbild ab. In einigen Fällen besteht der Korpus der Recamiere aus Weichholz, das anschliessend mit zum Beispiel starkem Sägefurnier in Kirsche furniert worden ist. Der Ottomane kann einen Federkern haben und gut gepolstert sein. Auch stramme Bepolsterungen sind bequem. Wenn Sie mit Ihrer Hand über den Bezug gleiten, kann es sich sanft und geschmeidig anfühlen. Der Bezug kann auch einfach nur dem Muster Ihrer Tapete entsprechen. Er kann pompös, herrschaftlich oder freaky und trendy wirken. Ganz nach Ihrem Geschmack.
